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Frauenklinik

Direktor:
Prof. Dr. med. Matthias W. Beckmann
Uni-Klinikum, Onkologie, Frauenklinik

Ein Herz für Brustkrebspatientinnen

Schülerinnen und Schüler aus Nürnberg spenden 120 selbst genähte Herzkissen an die Erlanger Frauenklinik

„Langes Fädchen, faules Mädchen“? Von wegen! Die Schülerinnen und Schüler der Nürnberger Georg-Holzbauer-Mittelschule griffen fleißig zu Nadel und Faden, um über 120 Herzkissen für Brustkrebspatientinnen zu nähen. Die Kissen haben sie jetzt an Oberärztin Dr. Caroline Preuß übergeben, die sie stellvertretend für die Patientinnen der Frauenklinik (Direktor: Prof. Dr. Matthias W. Beckmann) des Universitätsklinikums Erlangen entgegennahm: „Wir freuen uns sehr über die liebevoll in Handarbeit gefertigten Herzkissen für unsere Patientinnen. Bei den Schülerinnen und Schülern möchten wir uns für ihr Engagement herzlich bedanken und sie mit einem Eisgutschein belohnen.“
Bei der Kissenübergabe: Die Schülerinnen und Schüler der Georg-Holzbauer-Mittelschule aus Nürnberg mit ihrer Lehrerin Anja Farnlucher (2. Reihe, 1. v. r.), Dr. Caroline Preuß (Oberärztin in der Frauenklinik, 2. Reihe, 3. v. r.) und neben ihr Silke Leschke (Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Frauenklinik). Alle anwesenden sind zum Zeitpunkt der Fotoaufnahme negativ auf das Corona-Virus SARS-CoV-2 getestet. Foto: Barbara Mestel/Uni-Klinikum Erlangen

Fadenlauf, Nahtzugabe, Stoffbruch, Verstürzen – es ist fast wie Vokabelnpauken. Aber die Schülerinnen und Schüler der Georg-Holzbauer-Mittelschule in Nürnberg haben ihre Hausausgaben gemacht. Professionell fertigten sie Schnittmuster an, übertrugen diese auf passenden Stoff, schnitten diesen entsprechend zu und hefteten die einzelnen Teile mit Stecknadeln zusammen, bevor es ans Nähen ging. Die fertigen Kissenhüllen wurden anschließend auf rechts gedreht, mit Watte gefüllt und mit einem Matratzenstich geschlossen. Auf diese Weise haben die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen sowie unterstützend zwei Jungen der 8. Klasse mit sehr viel Hingabe 120 Herzkissen für Brustkrebspatientinnen genäht. Besonders ist, dass jedes Kissen den Namen seines Nähers bzw. seiner Näherin trägt. Zudem schrieben die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen im Religionsunterricht Bibelsprüche auf und ergänzten diese mit Genesungswünschen für die Patientinnen.

Die Kissen in Herzform vermitteln den Beschenkten deshalb ein Gefühl der Wertschätzung, aber sie sind auch ganz praktische Helfer. Denn nach einer Tumoroperation leiden die Frauen oft noch lange an den Wundschmerzen, die vor allem beim Liegen sehr unangenehm sind. Weil die Herzkissen eine spezielle Form haben, polstern sie den Bereich zwischen Brust und Achselhöhle bei frisch operierten Patientinnen bestens aus. Unter der Achsel getragen können die Kissen deshalb zum Beispiel den Schmerz beim Liegen nehmen oder den Druck vom Anschnallgurt im Auto mindern. In der Erlanger Frauenklinik erhalten jährlich etwa 530 Frauen ein Herzkissen bei der Erstdiagnose Brustkrebs.

Weitere Informationen:

Dr. Caroline Preuß
Telefon: 09131 85-33553
E-Mail: caroline.preussatuk-erlangen.de

 

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