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Lehre in der Frauenklinik
„Fit fürs Mündliche?!“ Unter diesem Motto hat die Frauenklinik des Universitätsklinikums Erlangen (Direktor: Prof. Dr. Matthias W. Beckmann) am vergangenen Wochenende (25./26. April 08) erstmals einen speziellen Kurs zur Vorbereitung auf den eher praktisch orientierten Teil der 2. Ärztlichen Prüfung angeboten. „Super Veranstaltung“, war einer der vielen positiven Kommentare der Studierenden in der abschließenden Evaluation, die in den nächsten Tagen genau ausgewertet werden soll.
Bei dem Workshop wurde den 30 teilnehmenden Studierenden kurz nach der schriftlichen Multiple Choice-Prüfung die Möglichkeit gegeben, die vor allem für die Praxis wichtigen Schwerpunkte des Faches Gynäkologie und Geburtshilfe zu rekapitulieren und diese Kenntnisse bei Fallvorstellungen auch anzuwenden. Außerdem konnten im neu eingerichteten „Skills Labor“ der Frauenklinik grundlegende Untersuchungstechniken nochmals geübt werden, um Fertigkeiten aus früheren Praktika in Erinnerung zu rufen.
Kollegiale Fallbesprechungen
„Der Workshop ist Teil der intensiven Bemühungen der Klinik, die Ausbildung und Examensvor- bereitung der Studierenden im Praktischen Jahr (PJ) zu verbessern“, erklärt Klinikchef Prof. Beckmann. „Hinsichtlich der Examensvor- bereitung fühlen sich viele von ihnen vor allem im Hinblick auf den zweitägigen mündlich-praktischen Teil sehr alleine gelassen: Die Studierenden haben zwar im Laufe ihres Studiums gelernt, sich optimal auf Multiple-Choice-Prüfungen vorzubereiten. Die Praxis im Sinne kollegialer Fallbesprechungen, nach deren Muster Prüfungsgespräche ablaufen, wurde für die Meisten unter ihnen aber viel zu wenig geübt. Ähnliches gilt für die Demonstration grundlegender praktischer ärztlicher Fertigkeiten.“
Vom Programm her war der Workshop wie ein Fortbildungs- kongress für Ärzte aufgebaut. Allerdings legten die Veranstalter besonderen Wert auf eine abwechslungsreiche Präsentation der Inhalte: Neben Impulsreferaten gab es interaktive Vorlesungen und vor allem Arbeit in Kleingruppen von maximal sechs Studierenden. An den beiden Veranstaltungstagen waren deshalb fünf erfahrene Dozentinnen und Dozenten im Dauereinsatz, um im Hörsaal-Plenum die Vorträge zu präsentieren und in den Kleingruppen die Fallbesprechungen zu moderieren.
Umfrage sollte Bedürfnisse ermitteln
Mit dieser Gestaltung des Programms wurde versucht, den speziellen Wünschen der Studierenden Rechnung zu tragen: Sie war das Ergebnis der Auswertung einer Umfrage unter den angehenden Medizinern des 8. bis 10. Semesters in Erlangen. Knapp 50 von ihnen beantworteten einen über den E-Mail-Verteiler verbreiteten Fragebogen zur möglichen Organisation und Dauer sowie zu Inhalten und didaktischer Form des Workshops.
Der beschriebene Examenskurs soll in Zukunft fester Bestandteil des Curriculums in der Gynäkologie und Geburtshilfe in Erlangen werden. Klinikdirektor Beckmann verspricht sich davon neben der Verbesserung der Examens- vorbereitung für die Studierenden auch eine Harmonisierung der Prüfungs- formen und –inhalte für das Wahlfach im mündlich-praktischen Teil der 2. Ärztlichen Prüfung in Erlangen: Auf längere Sicht ist geplant, alle Prüfer aus der Frauenklinik auf einen Lernzielkatalog zu verpflichten, der Schritt für Schritt optimiert wird. Außerdem macht es der Kurs möglich, die räumlich weit entfernt tätigen externen Fakultätsmitglieder sinnvoll in die Lehre einzubinden.
Weitere Informationen unter:
Startseite Frauenklinik -> Lehre -> Workshop für das Staatsexamen
oder bei:
Dr. Wolfgang Frobenius
Telefon: 09131 85-33553
E-Mail: wolfgang.frobenius@uk-erlangen.de
Text und Fotos: Uni-Klinikum Erlangen
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