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 Archiv 2007  

BGGF-Posterpreis für Priv.-Doz. Dr. Oppelt

07.07.2007 - 09.07.2007
Bayerische Gesellschaft für Geburtshilfe und Frauenheilkunde

Im Rahmen des gemeinsamen Kongresses der Bayerischen Gesellschaft für Geburtshilfe und Frauenheilkunde und der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in München war mit einer Teilnehmerzahl von knapp 900 Frauenärztinnen und Frauenärzten erneut ein großer Erfolg. Insbesondere auch die wissenschaftliche Weiterentwicklung des Faches wurde durch mehr als 260 Beiträge aus Österreich und Bayern hervorgehoben. Im Rahmen der Bewertung der besten Poster erhielt die Arbeitsgruppe von Herrn Peter Oppelt für das Poster zu genitalen Fehlbildungen und ihren assoziierten Malformationen den ersten Preis.

Genitale Fehlbildungen und ihre assoziierten Malformationen

Genitale Fehlbildungen werden mit einer Indizenz zwischen 0,1 bis 5 % in der weiblichen Gesamtbevölkerung angegeben. Ursächlich hierfür wird eine Hemmungsfehlbildung der Müllerischen Gänge gesehen, die in verschiedenen Stadien der Embryogenese einsetzt. Eine exakte Verteilung der einzelnen Fehlbildungen lässt sich in der Literatur nur an zum Teil kleiner Fallzahlen subsumieren. Anhand der retrospektiven Studie sollte der Zusammenhang zwischen unterschiedlich ausgeprägten genitalen Malformationen und assoziierten Fehlbildungen dargestellt werden. Hierfür wurden 221 prämenopausale Patientinnen mit genitalen Fehlbildungen anhand der VCUAM-Klassifikation bzgl. ihrer Malformation eingeteilt. Die Diagnostik der Fehlbildung sowie der assoziierten Malformationen erfolgte per Sonographie, Kernspinntomographie, Hystero- und Laparoskopie.
Bei 202 Patientinnen mit uterinen Fehlbildungen konnten in 72 Fällen (36 %) assoziierte Malformationen nachgewiesen werden. Dominierend waren Veränderungen des renalen Systems. Alleine bei der Betrachtung einer vaginalen Fehlbildung zeigte sich in 30 % der Fälle (n=32) eine assoziierte renale Entwicklungsstörung.
Zusammenfassung Es konnte ein enger Zusammenhang zwischen genitalen Malformationen und assoziierten Fehlbildungen dargestellt werden. Aus diesem Grund sollten im Rahmen einer Fehlbildungsabklärung immer das renale System mit abgeklärt werden. Je nach Ausprägung müssen die Untersuchungen weiter ausgedehnt werden.