Geburt im Wasser
Premiere in der Frauenklinik - Wunsch ging in Erfüllung
Zum ersten Mal ist in der Frauenklink des Universitätsklinikums ein Kind in einer Gebärwanne zur Welt gekommen
Erlanger Nachrichten, Mo, 15.08.2005, Rubrik: Stadt Erlangen
»Es war leicht für mich, sehr leicht«, freut sich Zeljka Mesek aus Erlangen nach der Geburt ihres vierten Kindes. Die Entbindung stellte nicht nur für die Mutter, sondern auch für die neue Geburtshilfe der Frauenklinik des Universitätsklinikums Erlangen (Direktor: Prof. Matthias W. Beckmann) eine Premiere dar: wenige Wochen nach dem Umzug (wir berichteten) kam hier zum ersten Mal ein Baby in einer Gebärwanne zur Welt.
»Es ist gut, dass die Frauenklinik jetzt auch die Wassergeburt als Entbindungsmethode anbieten kann«, kommentiert der Leiter der Geburtshilfe, Prof. Ralf Schild, das freudige Ereignis. »Wie sich gezeigt hat, kommen manche Frauen mit dieser Art der Entbindung viel besser zurecht als mit einer Geburt im Gebärbett, auf dem Entbindungshocker oder im so genannten Roma-Rad.«
Von den fünf Entbindungsräumen im Neubau der Geburtshilfe sind zwei mit einer speziellen Gebärwanne ausgestattet worden. »Nachdem sich die Wassergeburt als sicher und komplikationsarm erwiesen hat, wollten wir auf diese Option nicht mehr verzichten«, sagt Schild. Voraussetzung für die Sicherheit der Methode sei allerdings die Möglichkeit zur adäquaten Überwachung von Mutter und Kind. Dafür sei eigens eine spezielle Technik für die Wassergeburt eingerichtet worden.
Baby wog 3820 Gramm
Für Zeljka Mesek ist mit der Wassergeburt ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen. »Ich habe schon bei den Wehen zur Geburt meines dritten Kindes in einem Entspannungsbad gelegen. Das war in den alten Räumen der Geburtshilfe. Leider musste damals ich aus dem Wasser, als das Kind kam. Seitdem hoffte ich immer, das nächste Kind in einer richtigen Gebärwanne bekommen zu können«, erzählt die glückliche Mutter.